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Außensauna aufstellen: Untergrund, Anschlüsse und Genehmigung

Fundament, Anschlüsse, Genehmigungscheck und Kran: der komplette Ablaufplan für die Vorbereitung Ihres Gartens, samt Checkliste für den Liefertag.

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Kurze Antwort: Eine Außensauna verlangt vier Dinge von Ihrem Garten: einen ebenen, tragfähigen und wasserableitenden Untergrund, einen freien Platz mit der Tür windgeschützt, den richtigen Anschluss (Kraftstrom bei elektrisch, einen freien Rauchgasabzug bei Holz) und eine geprüfte Genehmigungssituation. Regeln Sie außerdem rechtzeitig die Erreichbarkeit für den Kran, denn eine komplette Saunakabine wird immer mit einem Kran aufgestellt. Nachfolgend gehen Sie alles Schritt für Schritt durch.

Schritt 1: Wählen Sie den Standort

  • Windrichtung: Platzieren Sie die Tür windgeschützt vor der vorherrschenden Windrichtung. Das hält die Kabinentemperatur stabil und verhindert einen kalten Luftzug bei jedem Türöffnen.
  • Aussicht: Ein Modell mit Panoramafenster, wie der Q-cube, kommt am besten zur Geltung mit freiem Blick in den Garten und dem Fenster von der Nachmittagssonne abgewandt.
  • Abstand zum Haus: Nähe ist an Winterabenden angenehm; weiter vom Haus entfernt sorgt für Ruhe und Privatsphäre. Denken Sie auch an den Laufweg zu einer Dusche oder einem Tauchbecken.
  • Grundstücksgrenze und Nachbarn: Halten Sie mindestens 1 Meter Abstand zur Grundstücksgrenze ein, und bei einem Holzofen lieber mehr: Rauch, der standardmäßig Richtung Terrasse der Nachbarn zieht, ist der schnellste Weg zu Ärger.
  • Schornstein: Der Rauchgasabzug muss frei münden, weg von überhängenden Ästen, Reetdächern und Dachrändern.

Schritt 2: Legen Sie den Untergrund an

Eine Saunakabine mit Ofen, Steinen und 6 bis 8 Personen wiegt zusammen schnell mehr als ein kleines Auto. Der Untergrund muss dieses Gewicht tragen, ohne abzusinken, und Regenwasser ableiten, denn eine Sauna, die in stehendem Wasser steht, verrottet an der Unterseite.

So bauen Sie ein solides Fundamentbett auf:

  1. Graben Sie den Platz circa 15 bis 20 cm aus, etwas großzügiger als die Sauna selbst.
  2. Verlegen Sie Unkrautvlies gegen Bewuchs und Durchwachsen.
  3. Bringen Sie eine Schicht Schotter oder groben Sand auf und verdichten Sie diese mit einer Rüttelplatte.
  4. Schließen Sie mit Pflastersand ab und legen Sie darauf Fliesen oder Betonplatten, waagerecht mit einem leichten Gefälle (circa 1 cm pro Meter), sodass Wasser abläuft.
  5. Kontrollieren Sie das Ganze mit einer langen Richtlatte oder Wasserwaage: Die Kabine muss vollständig eben stehen, sonst klemmen Tür und Fenster.

Eine bestehende, ebene Betonplatte eignet sich ebenfalls. Holzterrassen nur, wenn sie nachweislich auf das Gewicht ausgelegt sind.

Schritt 3: Regeln Sie die Anschlüsse

Elektroofen: Ein Saunaofen ab circa 4,5 kW arbeitet mit Kraftstrom (400 V) und gehört auf einen eigenen, separat abgesicherten Stromkreis mit Fehlerstromschutzschalter. Lassen Sie die Installation immer von einem anerkannten Elektriker durchführen und planen Sie dies rechtzeitig vor dem Liefertermin ein; die Wartezeit bei Elektrikern ist oft länger als die Lieferzeit der Sauna.

Holzbefeuerter Ofen: kein Strom nötig, aber ein guter Rauchgasabzug. Achten Sie auf ausreichende Schornsteinhöhe für den Zug, montieren Sie einen Funkenfänger und halten Sie Abstand zu brennbarem Material. Informieren Sie sich auch über örtliche Regeln zur Holzfeuerung in Ihrer Gemeinde; bei anhaltenden Beschwerden über Belästigung kann eine Gemeinde Auflagen stellen.

Wie Sie Ofen und Steine danach pflegen, lesen Sie in Saunaofen und Saunasteine pflegen.

Schritt 4: Prüfen Sie die Genehmigung

Grob gilt: Eine freistehende Außensauna ist ein "Nebengebäude", vergleichbar mit einem Gartenhaus, und darf in vielen Fällen genehmigungsfrei aufgestellt werden, wenn:

  • die Sauna im hinteren Grundstücksbereich steht (hinter der Vorderfassade, nicht zur Straßenseite);
  • Sie innerhalb der Höhen- und Flächengrenzen bleiben, die für Nebengebäude gelten;
  • die Gesamtbebauung Ihres hinteren Grundstücksbereichs unter dem maximalen Bebauungsprozentsatz bleibt (bei kleineren Gärten gilt als Faustregel maximal die Hälfte des hinteren Bereichs);
  • die Sauna mindestens 1 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt steht, oder die Nachbarn schriftlich zustimmen.

Beachten Sie die Ausnahmen: Bei einem Denkmal, einem geschützten Stadt- oder Dorfbild, einer Mietwohnung oder einer Eigentümergemeinschaft gelten zusätzliche oder abweichende Regeln. Der einzige Weg, es sicher zu wissen, ist der kostenlose Genehmigungscheck für Ihre eigene Adresse bei der zuständigen Baubehörde; die Regeln unterscheiden sich je nach Gemeinde und manchmal je Straße.

Schritt 5: Bereiten Sie den Liefertag vor

Eine Außensauna wird als komplette Kabine geliefert und mit einem Kran an ihren Platz gesetzt. Das erfordert Vorbereitung:

  • Sorgen Sie für einen Aufstellplatz für den Kranwagen in der Nähe des Gartens.
  • Kontrollieren Sie die Route von der Straße zum Garten auf Hindernisse: Bäume, Laternenmasten, Kabel und Dachrinnen.
  • Geben Sie Besonderheiten (schmale Straße, Hintereingang, Höhenunterschied) vorab durch, dann wird das in der Planung berücksichtigt.

Mehr über den Lieferprozess lesen Sie in Lieferung und Aufstellung.

Checkliste: bereit für die Sauna

  1. Standort gewählt: Tür windgeschützt, Schornstein frei, Aussicht gut.
  2. Mindestens 1 Meter zur Grundstücksgrenze (oder Zustimmung der Nachbarn).
  3. Fundament eben, tragfähig und wasserableitend.
  4. Kraftstromkreis verlegt und geprüft (bei Elektroofen).
  5. Genehmigungscheck bei der zuständigen Behörde durchgeführt.
  6. Kranroute und Aufstellplatz kontrolliert.
  7. Nachbarn informiert; erspart Rückfragen am Liefertag.

Häufige Fragen

Welchen Untergrund benötigt eine Außensauna?
Einen ebenen, tragfähigen und wasserableitenden Untergrund: Fliesen oder Betonplatten auf einem verdichteten Bett aus Schotter und Pflastersand, oder eine bestehende Betonplatte. Die Sauna darf niemals in stehendem Wasser stehen.
Brauche ich eine Genehmigung für eine Außensauna?
Meistens nicht: Eine freistehende Sauna im hinteren Grundstücksbereich fällt oft unter genehmigungsfreies Bauen, sofern Sie innerhalb der Höhen- und Flächengrenzen bleiben und mindestens 1 Meter Abstand zur Grundstücksgrenze einhalten. Führen Sie in jedem Fall den Genehmigungscheck für Ihre eigene Adresse bei der zuständigen Behörde durch.
Ist bei der Lieferung einer Außensauna ein Kran nötig?
Ja. Eine Außensauna wird als komplette Kabine geliefert, und dafür ist immer ein Kran erforderlich. Sorgen Sie also für einen erreichbaren Aufstellplatz ohne Hindernisse wie Bäume oder Kabel über der Route.
Wie nah an der Grundstücksgrenze darf eine Sauna stehen?
Halten Sie als Richtwert mindestens 1 Meter Abstand zur Grundstücksgrenze ein, sofern die Nachbarn nicht schriftlich zustimmen. Bei einem holzbefeuerten Ofen ist ein zusätzlicher Abstand wegen des Rauchs Richtung Nachbarn sinnvoll.

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