Saunatemperatur und Aufguss: so saunieren Sie richtig
Die ideale Saunatemperatur, das Aufgussritual und ein komplettes Sitzungsschema von Dusche bis Nachruhe, mit den Regeln für sicheres Abkühlen.
- Sauna
- Temperatur
- Aufguss
- Saunasitzung
- Abkühlen
Kurze Antwort: Heizen Sie die Sauna auf 70 bis 90 °C auf, warten Sie, bis die Ofensteine vollständig durchgewärmt sind, und bauen Sie die Sitzung in Runden von 8 bis 15 Minuten auf, mit Abkühlen und Ruhe dazwischen. Gießen Sie mit kleinen Schöpflöffeln Wasser auf (eventuell mit einigen Tropfen Saunaduft im Aufgusswasser), nie mit reinem Öl auf die Steine. Und denken Sie an die wichtigste Regel: Die beste Saunasitzung ist die Sitzung, bei der Sie rechtzeitig nach draußen gehen.
Temperatur: Wo Sie sitzen, bestimmt, was Sie fühlen
Warme Luft steigt auf, daher ist die Temperatur in der Kabine geschichtet: Auf der oberen Bank ist es am heißesten, auf der unteren Bank mehrere Dutzend Grad milder, und am Boden relativ kühl. Deshalb wird die Saunatemperatur immer auf Sitzhöhe der oberen Bank gemessen.
- Anfänger: starten Sie bei rund 70 °C auf der mittleren oder unteren Bank.
- Erfahrene Saunagänger: 80 bis 90 °C auf der oberen Bank.
- Mit Kindern oder gemischter Gesellschaft: halten Sie den Ofen niedriger und nutzen Sie den Höhenunterschied: Jeder wählt sein eigenes Klima.
Lassen Sie die Sauna vollständig auf Temperatur kommen, bevor Sie hineingehen. Nicht nur die Luft, auch die Steine und das Holz müssen durchgewärmt sein; nur dann erhalten Sie die sanfte Strahlungswärme und einen guten Aufguss. Wie Sie Ofen und Steine pflegen, lesen Sie in Saunaofen und Saunasteine pflegen.
Aufguss: das Ritual der Löyly
Der Aufguss (finnisch: Löyly) ist das Schöpfen von Wasser auf die heißen Steine. Die verdampfende Welle erhöht die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur, ohne dass die Lufttemperatur tatsächlich steigt. So machen Sie es richtig:
- Füllen Sie den Eimer mit sauberem Wasser und mischen Sie eventuell einige Tropfen Saunaduft hinein. Niemals reines (ätherisches) Öl auf die Steine: Das spritzt, kann sich entzünden und beschädigt die Steine.
- Gießen Sie einen kleinen Schöpflöffel (ungefähr eine halbe Tasse) gleichmäßig über die Steine.
- Warten Sie einige Sekunden: Der Dampfstoß kommt mit Verzögerung und zieht von der Decke nach unten.
- Wiederholen Sie zwei- bis dreimal, je nach Geschmack aller in der Kabine. Fragen Sie kurz nach; Aufguss macht man nicht ungefragt in Gesellschaft.
Kleine Mengen sind das Geheimnis. Ein halber Liter auf einmal macht die Steine nass und kalt statt Dampf zu erzeugen.
Das komplette Sitzungsschema
| Phase | Dauer | Worauf achten |
|---|---|---|
| Duschen und abtrocknen | 5 Min. | sauber und trocken in die Sauna; trockene Haut schwitzt schneller |
| Runde 1 | 8 bis 12 Min. | mittlere oder untere Bank, ruhig gewöhnen |
| Abkühlen | 5 bis 10 Min. | Außenluft, kalte Dusche oder Tauchbecken |
| Ruhe | 10 bis 15 Min. | sitzen oder liegen, Wasser trinken |
| Runde 2 (und 3) | 10 bis 15 Min. | nach Belieben höher oder mit Aufguss |
| Nachruhe | 15 bis 30 Min. | ruhig anziehen, weiter trinken |
Nehmen Sie für jede Runde ein Handtuch mit, das groß genug ist, um vollständig darauf zu sitzen oder zu liegen: hygienischer, und es schützt das Holz vor Schweiß.
Abkühlen: ebenso wichtig wie die Wärme
Der Kontrast zwischen heiß und kalt macht das Saunaritual vollständig. Bauen Sie ihn ruhig auf:
- Beginnen Sie mit ein paar Minuten Außenluft und ruhigem Atmen.
- Duschen Sie danach kalt von den Füßen aufwärts Richtung Herz, nicht direkt auf die Brust.
- Der kälteste Schritt ist ein Tauchbecken: 30 bis 90 Sekunden genügen für den vollständigen Effekt.
- Schließen Sie jede Runde mit echter Ruhe ab. Wer von der Sauna direkt ins kalte Wasser und sofort wieder in die Hitze springt, überspringt die Erholung, von der der Körper gerade profitiert.
Was Sie besser lassen
- Alkohol vor oder während des Saunierens: erweitert die Blutgefäße und maskiert Warnsignale.
- Saunieren direkt nach einer schweren Mahlzeit oder intensivem Sport: gönnen Sie dem Körper zunächst eine Stunde.
- Durchhalten bei Schwindel: sofort nach draußen, sitzend abkühlen und trinken.
- Kontaktlinsen und Schmuck: Metall wird heiß und Linsen trocknen aus; nehmen Sie diese vorher ab.
Pflege, die das Erlebnis bestimmt
Zwei Dinge bestimmen schleichend, wie sich Ihre Sauna anfühlt. Die Belüftung: Halten Sie die Luftzufuhr niedrig beim Ofen und die Abluft hoch an der gegenüberliegenden Wand leicht geöffnet, sodass ständig frische Luft durchströmt. Und die Ofensteine: Stapeln Sie sie locker, sodass Luft hindurchströmen kann, und kontrollieren Sie sie jährlich. Bröckelnde oder gesättigte Steine geben eine flache, drückende Wärme; tauschen Sie sie dann aus.
Häufige Fragen
Was ist die ideale Saunatemperatur?
Wie lange dauert eine gute Saunasitzung?
Wie oft darf ich aufgießen?
Warum ist es oben in der Sauna so viel wärmer?
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